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24. Juni 2024
Redaktion
Nach schwachem Vorjahr

Positiver Marktausblick für den Sanierungsmarkt 2024

Das renommierte Bonner Marktforschungsinstitut B+L hat kürzlich seine neueste Sanierungsstudie veröffentlicht und präsentiert dabei einen positiven Marktausblick für den Sanierungsmarkt 2024. Trotz eines deutlichen Rückgangs der Sanierungsaktivitäten im Jahr 2023 zeigt die Studie optimistische Prognosen für die kommenden Monate.
Sanierungsmarkt
Foto: B+L Marktdaten GmbH
B+L Sanierungsstudie 2024

Rückgang der Sanierungsaktivitäten im Jahr 2023

Im vergangenen Jahr sahen sich private Eigenheimbesitzer mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert, da gestiegene Bau- und Lebenshaltungskosten viele dazu veranlassten, notwendige Sanierungsmaßnahmen zu verschieben. Besonders die Installation von Photovoltaikanlagen wurde häufig anderen Maßnahmen vorgezogen. Diese Zurückhaltung führte zu einem merklichen Rückgang bei Bestandsmaßnahmen.

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Foto: B+L Marktdaten GmbH
Entwicklung der Investitionen im Wohnbau-Bestand (in % zum Vorjahr, real / preisbereinigt, Quelle: B+L 05/2024)

Langfristige Trends und veränderte Zielgruppen

Die B+L Sanierungsstudie 2024, die mittlerweile in der 8. Ausgabe erscheint, liefert eine detaillierte Analyse der Sanierungsaktivitäten im privaten und gewerblichen Wohnbau. Durch die Untersuchung langfristiger Trends seit 2010 zeigt die Studie tiefgreifende Veränderungen in den Zielgruppen der Sanierer auf. So hat sich die Soziodemographie der Sanierer deutlich verändert. Studienleiter Marcel Dresse erklärt, dass heutzutage andere Bevölkerungsgruppen sanieren als noch vor 14 Jahren. Besonders die Babyboomer, also die geburtenstarken Jahrgänge der 56 bis 65-Jährigen, zeigen eine erhöhte Sanierungsaktivität. Diese Gruppe begann vermehrt ab 2018 mit der Sanierung ihrer Eigenheime, die in den 1990er Jahren erworben oder gebaut wurden.

Späterer Immobilienerwerb und älterer Sanierer

Ein weiterer bemerkenswerter Trend ist, dass der Immobilienerwerb heutzutage deutlich später stattfindet als noch vor 14 Jahren. Jüngere Altersgruppen treten daher seltener am Sanierungsmarkt in Erscheinung. Das Durchschnittsalter der privaten Sanierer ist seit 2014 um 8,8 Jahre gestiegen, während das Durchschnittsalter der deutschen Bevölkerung insgesamt nur um 0,6 Jahre zugenommen hat.

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Foto: B+L Marktdaten GmbH
Durchschnittsalter der privaten Sanierer (in Jahren, B+L Sanierungsstudie 05/2024)

Fokus auf finanzielle und energetische Erwägungen

Aktuelle Veränderungen auf den Sanierungsmärkten zeigen, dass finanzielle und energetische Erwägungen im Fokus der Sanierungen stehen. Deutsche Eigenheimbesitzer möchten vor allem Heizkosten senken und unabhängiger von fossilen Brennstoffen und schwankenden Energiepreisen werden. Optische Gründe und zeitunkritischer Verschleiß haben hingegen als Auslöser für Sanierungen an Bedeutung verloren.

Positive Prognosen für den Sanierungsmarkt 2024

Trotz der verhaltenen Wirtschaftsindikatoren im ersten Quartal 2024 prognostiziert die B+L eine steigende Sanierungsaktivität für die kommenden Monate. Bereits jetzt haben Sanierungsmärkte einen höheren Anteil an den deutschen Bauinvestitionen als der Neubau und werden weiterhin an Bedeutung gewinnen.

Details der B+L Sanierungsstudie 2024

Die B+L Sanierungsstudie untersucht 23 spezifische Maßnahmen und Gebäudeteile im Detail und analysiert deren Häufigkeit, eingesetzte Budgets und genutzte Informationsquellen. Diese Daten basieren auf einer Onlinebefragung von 1.232 privaten Haushalten und einer telefonischen Befragung von 44 Unternehmen der Wohnungswirtschaft. Dank der langjährigen Studienreihe lassen sich viele Details im Längsschnitt der letzten 14 Jahre betrachten.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Bestellung der vollständigen Studie finden Sie unter: https://www.bl2020.com/DE/shop/renovation.

Foto: manuta/Adobe Stock
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