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14. September 2023
Redaktion
Firmenporträt

100 Prozent plastikfrei

„Fesche Wand“ ist der Firmenname von Hans Landenberger, Kaufmann für Farben und Tapeten aus Gammertingen. Er wirbt mit dem Slogan „100 Prozent plastikfrei vom Produkt bis zu Verpackung“. Über ein Unternehmen, dass sich dem Schutz der Umwelt verschrieben hat.
Foto: Fesche Wand
100 Prozent plastikfrei – damit wirbt „Fesche Wand“.

„Wir sind ein kleiner Anbieter mit plastikfreien Produkten für Wände im Innenbereich“, erzählt Hans Landenberger, der nach anderweitigen beruflichen Wegen schließlich das Farbenfachgeschäft seiner Eltern übernommen hat. Für seine Farben und Tapeten verwendet er nur mineralische und pflanzliche Rohstoffe. „Das heißt, bei den Lehmprodukten wird die Festigkeit durch die Klebekraft der Tonminerale erreicht. Bei den Kalkprodukten ist es die Karbonatisierung, die der Kalk während der Trocknung erreicht.“

In den Grundierungen verwendet Landenberger auch pflanzliche Eiweiß-Produkte. Alkalische Materialien, wie Kalk schließen das Eiweiß auf und führen zu einer sehr guten Klebekraft und Anhaftung. „Im Prinzip haben wir da ein pflanzliches Kaseinprodukt anstatt einer Kunststoff-Dispersion. Es gibt keine Konservierungsstoffe in unseren Produkten. Entweder bleibt das Produkt lagerstabil, wie bei Kalkfarben oder die Anwender rühren nur so viel an, wie am Tag benötigt wird.“ Kleinere Reste können übrigens in der Gefriertruhe aufbewahrt werden, rät Landenberger. Als Pulver belassen sind die Materialien – trocken gelagert – sehr lange haltbar.

Foto: Fesche Wand
Hans Landenberger erfüllte sich mit „Fesche Wand“ einen Lebenstraum.

Farbpulver nachhaltig gelagert

In seinem Lager stehen große Holzboxen, in denen sich Lehmfarben, Kalkfarben, Kalkputz, Lehmputz, Streichputz sowie Grundierung als Pulver befinden. „Wir füllen die Materialien erst ab, wenn die Bestellung eingegangen ist und haben damit eine sehr schlanke Produktion. Wir produzieren alles als Pulver, direkt in die großen Holzboxen und daraus wird die Farbe oder der Putz verpackt in Papiertüten im Karton versendet. Wenn Kunden farbige Ware bestellen, dann macht das Produkt noch einen Zwischenschritt über einen Kunststoffeimer, in dem es mit Pigmenten zum gewünschten Farbton vermischt wird. Danach wird es wieder in die Papiersäcke umgefüllt und versendet.“ Die benötigten Kunststoff-Mischeimer werden sehr oft wiederverwendet, betont Landenberger.

Die Ware wird anschließend direkt von der Produktion bis zum Endverbraucher auf dem kürzesten Transportweg versendet. Außerdem muss bei pulvriger Ware kein Wasser transportiert werden, das spart Transportgewicht.

Foto: Fesche Wand
Die verwendeten Materialien werden in Holzboxen gelagert und anschließend in Papiertüten verpackt.

Wo gibt es dennoch Kunststoffe?

„Das ist leider vor allem bei der Verpackung der Rohstoffe, die wir beziehen,“ erklärt Landenberger. „Die kommen häufig als Sackware auf Paletten und sind mit viel Folie verpackt. Für Lieferung als Siloware ist unsere Produktion in viele Fällen noch zu klein. Auch beim Versenden auf Palette müssen manchmal noch Kunststoff-Folien eingesetzt werden. Meist reicht aber ein Kunststoffband, mit dem die großen Kartons auf der Palette verzurrt werden. Im Produkt selbst gibt es keinen Kunststoff.“

Bärbel Daiber

Foto: manuta/Adobe Stock
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