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PER­M­A­N­ENT HOHE KÖRPER­LI­CHE BE­LASTUNG KANN ZU EI­NEM FRÜHE­REN REN­TEN­EIN­T­RITT FÜHREN. FOTO: BERND DU­CKE/​MAP­PE

Altersgerechtes Arbeiten
Beim Thema älter werdende Belegschaft agieren viele Unternehmen noch zurückhaltend, obwohl es sich dabei aufgrund des demografischer Wandels, des damit zusammenhängenden Fachkräftemangels und der Rente mit 67 um eine wichtige Angelegenheit handelt. Neuen Anschub soll die Studie Alternsgerechtes Arbeiten leisten. Denn lange darf nicht mehr gewartet werden, wenn die Zukunft der Mitarbeiter und der Unternehmen gesichert sein soll. Ziel der Studie ist es, mittelständische Betriebe bei guter Demografie-Praxis zu unterstützen. Die Unternehmen sollen sehen, wo sie stehen und was sie tun können, damit ihre Mitarbeiter körperlich und geistig fit bleiben. Denn auch ältere Mitarbeiter sind leistungsfähig und stark, wenn sie entsprechend gefördert und gefordert werden. [ttt-gallery-image] Im Alter nehmen z. B. die Muskelkraft sowie das Hör- und Sehvermögen ab. Doch die Mitarbeiter sind weiterhin leistungsfähig und haben Stärken entwickelt, die in jungen Jahren noch nicht vorhanden sind. Zudem können körperliche Veränderungen nicht ausschließlich an Jahrzehnten festgemacht werden, sondern müssen individuell überprüft werden. Nicht jeder junge Mensch kann gut hören und nicht jeder ältere ist schwächlich. Das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO), das die Studie durchführt, geht davon aus, dass vor allem die Arbeitsumgebung die körperliche und geistige Fitness beeinflusst. Zu den entscheidenden Faktoren zählen: körperliche Belastungen, der persönliche Handlungsradius, Veränderungen am Arbeitsplatz, Lernanreize und -möglichkeiten, die soziale Einbindung im Betrieb, die eigene Motivation sowie die Wahrnehmung, sinnvolle Arbeit zu erbringen. Seit Mai können Unternehmen überprüfen, wie es bei ihnen um die Ausgangssituation bestellt ist. Dafür steht online eine Selbstbewertung zur Verfügung. Diese auszufüllen dauert je nach Größe des Unternehmens 15 bis 40 Minuten. Jeder Teilnehmer erhält anschließend eine individualisierte Rückmeldung. Damit gewinnen Sie einen Überblick über die Handlungsfelder alternsgerechten Arbeitens und bekommen Ihre individuelle Ausgangssituation zurückgespiegelt. Zudem empfehlen ihnen Experten, welche weiteren Schritte Sie unternehmen können. Zudem erhalten Sie eine Rückmeldung zur Wirksamkeit der von Ihnen ergriffenen Maßnahmen. Mithilfe der Daten möchte das IAO im Auftrag des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg auch ermitteln, ob und wie kleine und mittlere Unternehmen alternsgerechtes Arbeiten gestalten. Erfolgreiche und übertragbare Beispiele aus der Untersuchung werden in diesem Rahmen veröffentlicht. 2014 erscheint ein vollständiger Studienbericht, der die Bedingungen und Ist-Situation des alternsgerechten Arbeitens in Deutschland darstellt. Lesen Sie dazu auch unseren Beitrag über das Schaffen von altersgerechten Arbeitswelten!
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Foto: manuta/Adobe Stock
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