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22. Januar 2024
Redaktion
Deutsche Bauchemie

Holzschutztagung 2023

Das Thema Nachhaltigkeit stand bei der Holzschutztagung im Fokus ‒ vom heimischen Holz als nachwachsender Rohstoff über den Einsatz von Holzschutzmitteln zur Verlängerung der Nutzungsdauer von Holzbauteilen bis hin zu den baurechtlichen Anforderungen und Regelungen.
Foto: Deutsche Bauchemie
Referenten und Gastgeber der Holzschutztagung 2023 in Erfurt (v.l.): Lars Schmidt, Dr. Anette Rose, Ina Hundhausen, Andreas Wilfried Christof, Dr. Rüdiger Plarre, Brigitte Strathmann, Dr. Jörg Habicht, Dr. Jens Carsten Röder und Dr. Peter Reißer (nicht auf dem Foto: Dr. Ulrich Hundhausen).

Ende November 2023 lud die Deutsche Bauchemie zu ihrer traditionellen Holzschutztagung nach Erfurt ein. Den rund 70 Teilnehmenden aus Industrie und Gewerbe, Behörden und Wissenschaft wurde ein dichtgepacktes und abwechslungsreiches Vortragsprogramm geboten.

Zu Beginn der Veranstaltung warf Ina Hundhausen, Hauptgeschäftsführerin der Deutschen Bauchemie, einen Blick auf die aktuelle Verbandsarbeit. Eine Arbeit, die sich – vor allem mit Blick auf den European Green Deal – „in bewegten, grünen, regulierten Zeiten“ abspielt. Andreas Wilfried Christof vom Dänischen Technologischen Institut (DTI) stellte mit „Cuprinol Tryck und der Sandwich-Methode“ Alternativen für Freilandtests vor und Dr. Anette Rose von der Kurt Obermeier GmbH und Dr. Jörg Habicht präsentierten gemeinsam den Anfang 2023 erfolgten Neustart des europäischen Holzschutzmittelverbandes EWPM.

Umgang mit Holzschutzmitteln

Den gesamten fachöffentlichen Teil der Erfurter Holzschutztagung dominierte das Thema Nachhaltigkeit. Dabei ging Dr. Ulrich Hundhausen vom Norwegian Institut of Wood Technology der Frage nach: „Ökologisch oder nicht? Die schwierige Bewertung von Holzprodukten für den Außenbereich in Lebenszyklusanalysen“. Der zweite Vortrag griff einen weiteren Aspekt von Nachhaltigkeit auf. „Holzschutzmittel entlasten die Ressource Wald ‒ ein Beispiel zur Nachhaltigkeit geschützten Holzes“ ‒ so die These von Dr. Jens Carsten Röder von der Wolman Wood and Fire Protection GmbH. Am Ende seiner Ausführungen stellte er unter anderem fest, dass einheimisches, kesseldruckimprägniertes Holz die beste ökologische und ökonomische Alternative zu Tropenholz ist; denn Wälder sind hervorragende CO2-Speicher und die nachhaltige Nutzung einheimischen Holzes reduziert den Holzeinschlag. Weiter folgert er, dass moderne, nach der BPR-zugelassene Holzschutzmittel für den Anwender und den Verbraucher sicher sind. Allerdings muss auch die Qualität der Holzimprägnierung stimmen; denn nur dauerhaft geschütztes Holz ist auch nachhaltig.

Regulatorische Anforderungen an Bauprodukte

Dass zum nachhaltigen Bauen auch normative und rechtliche Regeln gehören ‒ dies verdeutlichte Dipl.-Ing. Brigitte Strathmann vom Deutschen Institut für Bautechnik Berlin (DIBt). Sie stellte „Nachhaltig Bauen im bauordnungsrechtlichen Kontext“ vor. Vor dem Hintergrund, dass im Gebäudebereich enormes Einsparungspotenzial für Treibhausgasemissionen vorhanden ist, liegt es nahe, dass regulatorische Anforderungen zur Nachhaltigkeit von Bauprodukten eingeführt werden. Frau Strathmann warf zuerst einen Blick nach Europa, ging auf die Implementierung der Nachhaltigkeit in der aktuellen Bauproduktenverordnung ein und wie diese in der derzeit sich in der Überarbeitung befindlichen Novelle weiterentwickelt wird.

Foto: manuta/Adobe Stock
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