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Zwingenpinsel

Die wesentlichen Bestandteile eines Zwingenpinsels sind Besatz, runder Stiel und als Verbindungsstück die runde Zwinge. Der Besatz besteht, je nach Verwendungszweck, aus Feinhaaren, Borsten oder den entsprechenden synthetischen Austauschstoffen. Der meist hölzerne Stiel – Plastikstiele kommen nur bei einigen Sorten, z.B. bei einfachen Schulpinseln, vor – ist je nach Sorte kurz, mittellang oder lang und entweder roh oder lackiert. Auch die Zwingen werden in verschiedenen Qualitätsstufen angeboten. Bei verschiedenen Sorten muss nun die Zwinge an der Besatzseite noch flachgedrückt werden. Dazu verwendet der Pinselmacher eine besondere Art von Flachzange, bei der die beiden Backen sich parallel bewegen.

Zwingen für Künstlerpinsel sind von ganz unterschiedlicher Qualität. Billige und einfache Pinsel haben gefaltete oder gelötete Zwingen aus Weißblech. Letztere sind an ihrer Naht zu erkennen. Stehen Pinsel mit solchen Zwingen einige Zeit im Wasser, können die Zwingen durch den quellenden Stiel aufplatzen oder sich soweit ausdehnen, dass sie auf dem Stiel wackeln. Außerdem können sie rosten. Die Zwingen guter Pinsel sind nahtlos aus einem Stück gezogen. Die „Silberzwinge“ ist aus vernickeltem Messingblech, „Goldzwingen“ aus galvanisch vergoldetem Messing. Für sehr billige Pinsel gibt es auch Zwingen aus Kunststoff. Zwingenpinsel sind für die verschiedensten Zwecke im Einsatz, z. B als Plattpinsel, Flachpinsel und Malpinsel.

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Foto: manuta/Adobe Stock
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