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Bild: Ducke/Mappe

Lohnt es sich überhaupt, die Kunden mit noch mehr Notizblöcken, Kalendern, Feuerzeugen, Meterstäben und verschneiten Grußkarten zum Fest zu überschwemmen? Jein! Denn tatsächlich ist es an der Zeit, zum gewöhnlichen Werbegeschenk wie zur obligatorischen Karte ausschließlich zu Weihnachten „Nein“ zu sagen. Zu groß ist die Gefahr, nur als einer von vielen – wenn überhaupt – wahrgenommen zu werden und damit Werbegelder in den Sand zu setzen. Wer aber durch ein ausgefallenes – dabei nicht unbedingt teures – Präsent auf sich hinweist, der hat beste Karten, aus der werbenden Masse herauszuragen. [ttt-gallery-image]
Wozu Werbegeschenke?
immer öfter wird in Werbe- und Marketingkreisen der Begriff “Beziehungsmarketing“ genannt – und als das zukünftige Ass in der Kundengewinnung und Kundenbindung gehandelt. Gemeint ist damit: Nur der Unternehmer, der es schafft, langfristig persönliche Kundenkontakte aufzubauen, zu pflegen und zu bewahren, hat Zukunft. Für Maler ist diese Einsicht nichts Neues. So haben die Geschäfte gerade in diesem Dienstleistungsbereich immer funktioniert. Aber: Genau hierher gehören die aktiven Maßnahmen rund ums Schenken und Wünschen. Ein Geschenk, ob im privaten oder im geschäftlichen Umfeld, ist stets sehr persönlich und hinterlässt beim Beschenkten bleibenden Eindruck. Ein Werbegeschenk soll: 1. dem Empfänger gefallen und Freude bereiten 2. die Werbebotschaft, das Image und die Leistungen des Betriebs einfallsreich vermitteln 3. bescheiden genug sein, um nicht als Bestechungsversuch gewertet zu werden 4. durch ein Firmenlogo zum dauerhaften Werbeträger werden. Das Geschenk soll dem Empfänger gefallen und somit erreichen, dass es einen Stammplatz in der Umgebung des Beschenkten erhält. Wenn Sie Ihre Werbegeschenke planen, unterscheiden Sie deshalb zwischen Ihren verschiedenen Zielgruppen. Differenzieren sollten Sie zumindest in Privat- und Geschäftskunden. Ein Privatkunde sollte eine Aufmerksamkeit erhalten, die ihn in seiner Wohnung an Sie erinnert. Beispielsweise eine Klasik-CD, die er sich gemütlich vor der heimischen Stereoanlage anhören kann (Maler Schlegel zum Beispiel hat Farbe in Musik übersetzt und diese auf CD gebannt). Eine CD ist eine Werbegeschenk, mit dem ein Geschäftskunde im Büro wenig anfängt. Viel besser sind hier Dinge, die ihm täglich auf dem Schreibtisch entgegenlachen, beispielsweise kreativ gestaltete Mouse-Pads, die heute in allen Formen und Farben angeboten werden. Beim Wert der Geschenke ist es hilfreich, vorab einige Einteilungen vorzunehmen. Grundsätzlich gilt: Je länger und intensiver die Beziehung zwischen Ihnen und Ihren Kunden ist, umso weniger muss ein Geschenk durch Werbeanbringungen augenfällig für Sie Werbung machen. Dann geht es vielmehr darum, durch ein Präsent zu signalisieren: Sie sind mir wichtig – und dafür tue ich etwas.
Werbeartikel-Sortiment
Aus diesen drei Kategorien, bezogen auf verschiedene Kundengruppen und Anlässe, kann Ihr Werbeartikel-Sortiment bestehen: – Streuartikel oder Give-aways: Sie kosten nur wenig, meist deutlich unter 50 Cent, sind für den massenhaften Einsatz gedacht und haben daher den geringsten persönlichen Bezug zum Kunden. Fantasie bei der Auswahl, Verpackung und Versendung bzw. Verteilung jedoch machen sie zu werbewirksamen Hinguckern. Ein deutlicher Aufdruck des Firmennamens darf hier nicht fehlen. – Mittelpreisige Werbegeschenke: Damit erfreuen Sie bestehende Kunden, die zwar nicht zu den ertragreichsten, aber zu den stabilsten Kontakten gehören. Sie erinnern mit einem Geschenk an sich, bahnen persönliche Kontakte an, festigen die Geschäftsbeziehung und machen unter Umständen auf Neuerungen in Ihrem Unternehmen aufmerksam. – Exklusive Präsente: Das höchstpersönliche, hochwertige Geschenk für die Menschen, die Sie zu Ihren A-Kunden zählen! Gehen Sie bei der Auswahl der Aufmerksamkeiten auf Hobbys und Interessen des Beschenkten ein. Hier zeugt es von Stil, wenn Sie Ihr Firmenlogo sehr dezent und möglichst nur auf der Verpackung anbringen.
Leistungsbezogen schenken?
Klasse Idee! Wenn Sie z. B. gezielt eines Ihrer Arbeitsgebiete stärker bewerben oder sich als Fachmann für eine bestimmte Leistung deutlicher positionieren wollen, sind themenbezogene Geschenke ein ausgewähltes Mittel. Dabei sollte das ausgewählte Kundengeschenk den Kundennutzen im wahrsten Sinn des Wortes begreifbar machen. Nehmen wir das Beispiel WDVS: Kundennutzen sind: besseres und wärmeres Raumklima, Kostenersparnis und Umweltschutz. Das lässt sich direkt in Geschenkideen verwandeln. Zum Beispiel in Mini-Wärmflaschen, Raumthermometer, Sparschweine und Holzspielsachen (z. B. Holzbaum mit Slogan „Danke für prima Klima“). Wenn Sie andere Aufgaben oder Services mit Geschenken vorstellen möchten, formulieren Sie erst den Kundennutzen und entwickeln Sie dann Geschenkideen. Was uns zu Fassade, Innenraumgestaltung oder Serviceleistungen einfällt, finden Sie im Kasten „Schenken mit Botschaft“.
Wie schenken?
Bei hochwertigen Geschenken für A-Kunden machen Sie und Ihr Präsent die beste Figur, wenn Sie es persönlich vorbeibringen. Auch bei kleineren Geschenken für B-Kunden sollten Sie über den direkten Zustellungsweg nachdenken. Zum einen gibt Ihnen das die Möglichkeit zum persönlichen Gespräch. Und wenn die Beschenkten im nahen Umkreis wohnen, sparen Sie sich außerdem erhebliche Portogebühren und den Verpackungsaufwand. Wenn Sie Streuartikel im Sortiment haben, achten Sie bei der Auswahl darauf, dass flache und leichte Teile dabei sind. Mini-Tüten mit Gummibärchen, Teebeuteln oder Zuckersticks eignen sich nämlich nicht nur für die Verteilung, sondern ganz besonders zur Aufwertung von Werbebriefen. Zum Beispiel hat ein Maler aus Schwalbach Werbebriefe an Ladenbesitzer, denen er „Erfrischung für den Geschäftserfolg“ per Werbebrief und Raumgestaltung avisierte, mit einem Tütchen Trockenbrause versehen. Maler Gans in Hessen verschickt zur Bewerbung seiner Serviceleitungen Anti-Stress-Tücher („Sie entspannen. Wir gestalten.“). Sie haben eigene Ideen? Dann nichts wie ran an die Umsetzung. Bild: Ducke/Mappe

Werben – aber sichtbar
Ein Betrieb muss klar in die Augen stechen, um wahrgenommen zu werden. Wie man das im öffentlichen Raum macht? Hier sind unsere aktuellen Tipps!  Fahrzeugwerbung – noch IMMer top Kostenlose Werbefläche ist auf dem Fahrzeug reichlich vorhanden – nutzen Sie sie! Der Firmenschriftzug allein ist noch kein Blickfang. Ein plakativer Slogan, farbige Gestaltung, grafische Elemente und auch Fotos können in einen Entwurf einfließen – natürlich IMMer in enger AbstIMMung mit dem Erscheinungsbild des Betriebs auf anderen Werbemitteln. Unbedingt notwendig für den Entwurf sind Modellzeichnungen Ihrer Automodelle, die Ihnen Ihr Händler zur Verfügung stellt. Als Textinformation reichen Firmenname, Firmenort, Telefonnummer und Slogan. Mehr kann sich sowieso keiner merken. Professionelles Design und Textgestaltung für Ihre Fahrzeuge gibt es von Werbeagenturen, Grafikern und Beschriftungsfirmen. Lassen Sie sich den Entwurf ruhig etwas kosten – es zahlt sich im Werbeerfolg aus! Firmenfassade – ein unbedingtes Muss Im öffentlichen Raum werben beginnt vor der eigenen Haustür – und zwar am und um das Firmengebäude. Für jeden Malerbetrieb ein Muss ist die werbewirksame Gestaltung der eigenen Gebäudehülle, und zwar mit dem Vorteil, dass Sie hier den Aufwand in großen Teilen in Eigenleistung abdecken können. Geben Sie Kostproben Ihres eigenen Qualitätsanspruchs. Gerüstsegel – anders als die anderen Gerüstfahnen sind kostenlose Werbeschaltflächen direkt an Ihrem Referenzobjekt. Doch viel zu oft langweilen sie den Betrachter und werden leicht übersehen. Fallen Sie mit Ihrer Gerüstsegelwerbung aus dem Rahmen, indem Sie ein besonders plakatives Bildmotiv zeigen, Ihre Gestaltung witzig und das Format ganz anders als die anderen ist: sehr groß oder in einem runden Zuschnitt. Beschränken Sie sich außerdem auf die wesentlichen Informationen, wie Firmenname, Website-Adresse und QRCode. Bei solchen individuellen Gerüstsegeln sollten Sie sich an Grafiker oder Agenturen wenden. Sie übernehmen die Ideenfindung und die Produktion. Sonderwerbeformen – daran kommt keiner vorbei Der Traum jedes Werbetreibenden ist es, dass mögliche Kunden möglichst langen, ungeteilten Augenkontakt mit der Werbebotschaft aufnehmen. Das passiert am ehesten dort, wo Menschen warten, länger in eine Richtung blicken und sonst nichts weiter da ist, was ablenken könnte. Die Werbewirtschaft erfindet in dieser Kategorie IMMer neue Formen. Für kleine und mittlere Betriebe geeignete Sonderwerbeformen sind beispielsweise Einkaufswagen-, Toiletten- oder Infoscreen-Werbung. Bei der Einkaufswagenwerbung (so genannte »Cart Boards«) wird die Reklametafel an der Stirnseite des Gefährts angebracht, sodass der Blick des Einkaufenden ständig darauf fällt. Werbung auf dem stillen Örtchen der örtlichen Gastronomie wird ganz simpel als DIN A3-Poster angeboten, die an den Toilettenwänden und -türen in Wechselrahmen hängen. Infoscreens schließlich sind die Videodisplays, die wohl jeder aus U-Bahnen und Bahnhöfen kennt. Hier kann man seinen Werbespot, der auch nur eine animierte Schrifttafel oder ein Foto sein kann, zu jeder beliebigen Tageszeit einspeisen lassen. Die Aufmerksamkeit der Wartenden am Gleis ist gewiss – es gibt ja sonst nicht viel zu sehen, solange man auf die Bahn wartet. Foto: Ströer
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Foto: manuta/Adobe Stock
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