Folgen Sie uns
1. Dezember 2022
Redaktion
Nachhaltiges Kreativprojekt

Blickfang in Pink

Seit September zieren pinke Akzente den Dorfkern in Sundhausen (Thüringen). Dem Rückgang an Angeboten zu begegnen und das Leben auf dem Land wieder attraktiver zu gestalten war das Kernthema bei der internationalen Sommer-Akademie SNDHSN. Mittendrin: Die Sto-Stiftung und jede Menge pinkes Holz aus Rotterdam.
Foto: Sto-Stiftung
Das pinke Baumaterial war bereits als Kunstprojekt in Rotterdam im Einsatz und wurde wiederverwertet.

An guten Ideen mangelt es im ländlichen Raum nicht. Vielmehr fehlen Strukturen, finanzielle Möglichkeiten oder schlichtweg Manpower. Mit dem Einsatz von Architektur und Handwerk soll sich das ändern. In der Thüringer Dorfregion Seltenrain engagieren sich seit Jahren die Stiftung Landleben und der Verein Landengel e. V. mit der Planung und Umsetzung eines neuen Gesundheits-, Pflege- und Versorgungsnetzwerks. Ziel ist es, im Zug des demografischen Wandels nicht nur Gesundheitsdienstleistungen im Unstrut-Hainich-Kreis anzubieten, sondern auch soziale Isolation zu vermeiden und die Pflege, Altenhilfe und das Wohlfahrtswesen in ländlichen Regionen zu ermöglichen.

Bauhütten mit internationaler Verstärkung

Hierzu finden im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA) Thüringen seit dem Frühjahr 2021 wiederkehrende Bauhütten statt. Bei diesen Hands-on-Workshops mit begleitendem Fach- und Kulturprogramm gestalten und realisieren sowohl Studierende der Architektur als auch Handwerker*innen des Ausbaugewerbes – sprich Maler*innen und Stuckateur*innen – die örtliche Infrastruktur. Dabei steht ihnen internationales Renommee zur Seite: Beteiligt sind neben der TU Berlin, die Veldacademie Rotterdam mit der TU Delft, die TU Wien, die PUC Santiago de Chile, die Bauhaus-Universität Weimar, die IBA Thüringen sowie die gemeinnützige Sto-Stiftung.

Bei dem Projekt wird unter anderem ein leerstehender Konsum aus DDR-Zeiten in Sundhausen Stück für Stück zu einem neuen Dorfmittel- und Treffpunkt umgebaut. Das neue Landzentrum soll neben einer Bürgermeisterei und Kümmerei zum Beispiel auch einer Mietarztpraxis Platz bieten. Für diese planten die Workshop-Teilnehmer*innen in diesem Sommer einen eigenen Zugang dort, wo sich einst die Laderampe der Filiale befand. In DesignBuild-Manier überführten sie ihre Ideen anschließend in die Realität. Gleich gegenüber gingen sie ein weiteres Problem an: „Wir haben zuletzt immer wieder gemerkt, wie sehr die Menschen bei Feiern auf dem Anger eine Sitzmöglichkeit vermissen“, rekapituliert Prof. Ralf Pasel, TU Berlin, Stiftungsrat Architektur der Sto-Stiftung und Kopf des Projekts, das Feedback der Anwohner*innen. Die Lösung: Eine multifunktionale Fassadenverkleidung auf der dem Anger zugewandten Seite des ehemaligen Konsums bietet jetzt Sitzgelegenheiten mit bester Sicht auf die neue – größtenteils pinke – Bühne.

Pinkes Holz aus Rotterdam

Das Pink an Fassade und Mobiliar ist jedoch kein Zufall, sondern dem Ursprung des Baumaterials geschuldet. „Um der allgemeinen Ressourcenknappheit zu begegnen, setzte die Sommer-Akademie SNDHSN im Sinne des zirkulären Bauens auf die Wiederverwendung, Transformation, und Umnutzung von Rohstoffen, die bereits im Stoff-Kreislauf vorhanden sind“, erklärt Pasel. So steuerte beispielsweise das Het Nieuwe Instituut aus Rotterdam das Holz bei. Es war zuvor Teil des Kunstprojekts „Rooftop Walk“. Dort bildete es ein begehbares Dach, dessen Aussicht im Sommer vielen veranstaltungen eine faszinierende Kulisse bot. 650 Quadratmeter Holz stammen allein von der Plattform des Podiums. Hinzu kam Material aus Treppen und Geländern. Neue Vorhänge und Gardienen für das Landzentrum entstanden hingegen aus Textil-Spenden der Region. Für die Zukunft ist bereits auch schon vorgesorgt: „Es ist immer noch genug Material für weitere Bauhütten da“, meint Pasel. Als nächstes Projekt soll ein Vordach mit integrierter Bushaltestelle für das Landzentrum entstehen.

Wenn Kopf und Hand zusammenarbeiten

Dem Gedanken eines Bau-Laboratoriums folgend, rückte auch die mittlerweile fünfte Bauhütte in Sundhausen die Verbindung von Gestaltung und Konstruktion in den Fokus. „Der experimentelle Charakter des Vorhabens dient der Entwicklung von prototypischen (Ein-) Bauten einerseits und stärkt andererseits die Kollaboration von Handwerk und Architektur“, führt Pasel aus. Als Format für Austausch und Diskurs fördert die Bauhütte interdisziplinäres und gewerkübergreifend Arbeiten. Sie ist damit ein Musterbeispiel für das Leitprinzip „Kopf und Hand“ der Sto-Stiftung. „Junge Handwerkerinnen und Handwerker, die vorzugsweise mit den Händen arbeiten, mit jungen Studierenden der Architektur, die die Arbeit mit dem Kopf präferieren, zusammenzubringen, ist das Ziel dieses Ansatzes“, erklärt Till Stahlbusch, Vorsitzender des Stiftungsvorstands der Sto-Stiftung. Durch die Einblicke in Planung und die Einbindung im realen Bau profitierten beide Gruppen. Diese Erfahrung teilt auch Workshopteilnehmer Jonas Felder: „Bei diesem Projekt haben wir schnell gemerkt, dass Architekten und Handwerker nicht gegeneinander, sondern stets miteinander arbeiten sollten“, bestätigt der Architekturstudent der Bauhaus Universität Weimar. „Wenn wir alle unsere unterschiedlichen Fähigkeiten und Stärken einbringen und gut kommunizieren, lassen sich die meisten Probleme leicht bewältigen.“

Bloß keinen Staub aufwirbeln!
Staubschutzsysteme – Die StIMMung auf der Baustelle kippt, wenn sich Ihr Kunde durch Staub belästigt fühlt. Und auch für Ihre Mitarbeiter müssen gesetzliche Vorgaben beim Gesundheitsschutz beachtet werden. Wir zeigen Ihnen, worauf es ankommt und welche Ausstattung Sie benötigen. Staubfreie Baustellen führen zu besseren Arbeitsergebnissen und machen weniger Nacharbeiten nötig. Auch für den Gesundheitsschutz ist eine Umgebung ohne Staub förderlich. Die klinisch reine Lehrbaustelle ohne Staub und Schmutz gibt es allerdings nicht. Denn Maler- und Renovierungsarbeiten finden bei aktiver Nutzung der Räume statt. Ob im privaten Wohnbereich, in Büros, Hotels oder Arztpraxen: Oft sollen das Wohnen und Arbeiten ohne Einschränkungen weitergehen, ohne dass die Menschen durch Staub oder Schmutz belästigt werden. Aktuelle Änderungen Im Oktober 2016 haben sich Bundesministerien sowie Verbände und Organisationen auf gemeinsame Aktivitäten zur Staubminderung beim Bauen verständigt – darunter auch der Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz. Im Rahmen der Erklärung wurde vereinbart, neben der Information und Beratung auch eine Motivation der Betriebe zu der Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften vorzunehmen. Denn ohne den Einsatz wirksamer technischer Lösungen zur Staubminderung lassen sich die Grenzwerte nicht einhalten. [tttgallery id="1595"] Vorgehen auf der Baustelle Zunächst ist zu klären, welche Stäube entstehen. Da die in Bestandbauten eingesetzten Materialien in der Regel nicht bekannt sind, ist eine Beprobung hilfreich. Baustäube sind typischerweise Mischstäube, die häufig Quarzfeinstäube enthalten, die Silikose und Lungenkrebs begünstigen. Folgende Aspekte sind nach Oliver Hübner wichtig, um Risiken zu minimieren: 10 Tipps zum professionellen Staubschutz für Malerbetriebe 1 Staubarme Materialien verwenden (Substitution: z. B. Granulat statt Pulver) 2 Staubarme Verfahren verwenden (u. a. Nassverfahren) 3 Staub direkt an der Entstehungsstelle absaugen 4 Arbeitsraum von übrigen Räumen abtrennen durch Einsatz von Staubschutztüren 5 Bei großen Räumen den Arbeitsbereich verkleinern durch Einsatz von Staubschutzwände 6 Arbeitsräume ausreichend Lüften; ggf. Luftfilter einsetzen (Unterdruckhaltung) 7 Geräte und Filter regelmäßig prüfen 8 Staub mit Wasser niederschlagen 9 Arbeitsräume regelmäßig reinigen; Staub aufsaugen (nicht fegen oder abblasen) 10 Persönliche Schutzausrüstung nutzen (u. a. Atemschutz, Schutzbrillen, Gehörschutz, Schutzhandschuhe, …) Daraus ergibt sich ein kommerzieller Nutzen für das Unternehmen: 1. Die gewerbliche Tätigkeit steht im Einklang mit geltenden Vorschriften. 2. Kranke Mitarbeiter kosten das Unternehmen viel Geld und leisten weniger. 3. Höhere Arbeitsleistung durch weniger Unterbrechungen zum Lüften. 4. Geringere Kosten durch Nachreinigungsarbeiten. 5. Sicherstellung des Sanierungsziels bei Schadstoffen wie z. B. SchIMMel. 6. Unterscheidungsmerkmal „Sauberkeit“ gegenüber dem Wettbewerb. 7. Saubere Leistungen führen zu Empfehlungen und neuen Aufträgen. 8. Saubere Sanierung lässt sich abrechnen 9. Die BG BAU fördert die Anschaffung der notwendigen Technik (Quelle: Heylo GmbH) [tttgallery id="1596"]   Welche Staubschutzklassen sind einzuhalten? Welche Arbeitsverfahren können eingesetzt werden (existieren eventuell staubarme Verfahren)? Wie lange sind die Mitarbeiter der Exposition ausgesetzt? Dazu die erforderlichen Schutzmaßnahmen planen; davon abgeleitet der Arbeitszeitplan, da abhängig von den persönlichen Schutzmaßnahmen u. a. die individuellen Arbeits- und Pausenzeiten der Mitarbeiter berücksichtigt werden müssen. Unterrichtung der Mitarbeiter über die individuellen Bedingungen der Baustelle. Bereitstellung der geeigneten Arbeitsmittel, Werkzeuge und persönliche Schutzausrüstung. Einweisung der Mitarbeiter in die erforderliche Arbeitsweise. Schutz Unbeteiligter durch Absperrung und Kennzeichnung der Baustelle Dokumentation der Baustelle. Für die Auswahl der Staubabsauganlage ist die Raumgröße entscheidend, aus der abgesaugt werden soll. Die Hersteller müssen (bei den BG-Bau geförderten Geräten) den Rauminhalt/Luftleistung in m3 auf dem Gerät angeben. Je nach abzusaugendem Staub muss die Filterklasse der Absauganlage festgelegt werden. Normalerweise sind die Geräte mit einem Vorfilter und einem Hauptfilter (Staubklasse M) ausgestattet. Einige Geräte können auch mit feineren Filtern (Staubklasse H) geliefert werden. Je höher die Filterklasse ist, umso mehr reduziert sich die Absaugleistung und umso mehr kleinere Staubpartikel bleiben im Filter zurück. Idealerweise stehen die Absauganlagen außerhalb des Raums, in dem gearbeitet wird. Vorbereitend wird eine Staubschutztür in die Türzarge gespannt. Diese verhindert das Entweichen staubhaltiger Luft in andere Räume. Danach wird der Absaugschlauch in die Türöffnung fixiert und die Staubabsauganlage in Betrieb genommen. Wenn außerhalb des Raums das saugende Gerät steht, muss dem Raum Frischluft zugeführt werden, z. B. über Nachströmöffnungen. Zusätzlich müssen im Arbeitsraum alle Türen und Fenster geschlossen sein. Somit entsteht ein Unterdruck im Raum, der das Absaugen begünstigt und für eine angenehme Arbeitstemperatur sorgt. Die Staubabsauganlage sollte die ganze Zeit während des Aufenthalts im Raum laufen. Somit wird der anfallende Staub permanent abgesaugt. Die gereinigte Luft kann direkt in den angrenzenden Raum geblasen werden oder über einen Abluftschlauch nach außen weggeleitet werden. [tttgallery id="1598"] Empfehlenswerte Basisausstattung Als Grundausstattung für den professionellen Staubschutz empfiehlt Heylo: 1. Luftreiniger PowerFilter 1400 inkl. Vorfilter, HEPA-Hauptfilter, Schlauchadapter und Luftschlauch; auch für die Unterdruckhaltung einsetzbar. Das Paket wird von der BG Bau gefördert. 2. Staubschutztür DCD 3.0, mit optionalem Zubehör stufenlos einsetzbar für Türöffnungsweiten bis 1,43 m. Die gesamte Türbreite steht für Materialtransport zur Verfügung. 3. Staubschutzwand Heywall® Sanierer-Paket für die werkzeuglose Errichtung von Staubschutzwänden bis ca. 8,00 m Länge bei Raumhöhen bis zu 3,60 m. Ebenfalls enthalten sind Dichtschienen für die Abdichtung der Wandanschlüsse ohne abzukleben. Die Wand kann in gerader, L- oder U-Form aufgebaut werden. Längere Staubschutzwände sind problemlos möglich durch Kombination mehrerer Sanierer-Pakete. 4. Sicherheitssauger VC 30 H mit HEPA-Filter und Asbest-Zulassung. Der Sauger wird von der BG Bau gefördert. Weitere Informationen auf www.heylo.de [tttgallery id="1597"] Das freut ihre Kunden Hohe Qualität und schnelle Arbeit Mit Entstaubern und mobilen Staubschutzwänden können Arbeitsbereiche so klein wie möglich und so groß wie nötig abgeschottet werden. Ihre Kunden sind zufrieden, wenn Sie die Baustelle bei minimierter Staubentwicklung schneller abschließen. Dies wird auch von den Nachbarn des Kunden registriert, Ihren potenziellen Auftraggebern von morgen. Der Nebeneffekt für Ihre Mitarbeiter: Sie nehmen wahr, dass Ihnen ihre Gesundheit wichtig ist und Sie sich darum kümmern – ein Motivationsschub und positiv für die Mitarbeiterbindung in Zeiten des Fachkräftemangels. Gut informiert: Das Informationsblatt »Staubarm Arbeiten« hier im Download [button-small href="http://www.mappe.de/wp-content/uploads/sites/6/2019/07/Staubarm_arbeiten_im_Maler-_und_Lackiererhandwerk.pdf"]PDF DOWNLOAD[/button-small]
Lesen Sie weiter in
5
Foto: manuta/Adobe Stock
Zurück
Speichern
Nach oben