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Foto: Gregor Botzet/Handwerkerschule Martinsdorf/Siebenbürgen e.V.

Auch das Anbringen neuer Wanddekore steht auf dem Programm. Foto: Gregor Botzet/Handwerkerschule Martinsdorf/Siebenbürgen e.V.

Einmalig in Europa findet man im rumänischen Siebenbürgen noch etwa 150 teilweise gut erhaltene historische Kirchenburgen und Wehrkirchen, die einst zur Verteidigung gegen Angriffe von Türken und Tataren erbaut wurden. Eine von ihnen steht in der Ortschaft Metis. Das Pfarrhaus mit seinen dazugehörigen historischen Gebäuden wird bereits seit vielen Jahren von der Handwerkerschule Martinsdorf/Siebenbürgen e.V. instandgesetzt.
„In den vergangenen Jahren arbeiteten jährlich rund 60 Auszubildende verschiedener Gewerke aus Deutschland an der Sanierung des Objektes. In diesem Jahr beteiligt sich erstmalig auch unsere Stiftung daran. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit“, sagt Gregor Botzet, Stiftungsrat Handwerk der Sto-Stiftung. “Die Azubis lernen historische Mal- und Restaurierungstechniken, die sie so nicht oder nur noch selten in ihrer schulischen Ausbildung kennenlernen. Dazu zählen zum Beispiel Graumalerei, Rekonstruktion von Decken- und Wandmalereien sowie Schablonierung und Linierung in Kalkmaltechnik. Das ist ein einmaliges Angebot.“
Begleitet und angeleitet werden die Auszubildenden während ihres Aufenthalts im Camp von erfahrenen Kirchenmalern und Restauratoren aus Deutschland. Die Sto-Stiftung übernimmt sämtliche Kosten für Reise, Unterkunft, Verpflegung und das Kulturprogramm. Geplant sind Ausflüge zu historischen Bauten, Museumsbesuche sowie der Austausch mit den Menschen vor Ort. Die Ausschreibung richtet sich an alle angehenden Maler*innen und Lackierer*innen im zweiten Ausbildungsjahr in Deutschland, Österreich und Südtirol mit ausgeprägtem Interesse an Kirchenmalerei und Denkmalpflege. Bewerbungen sind ab sofort bis zum 15. Juli 2021 unter www.sto-stiftung.de/denkmalcamp möglich.
Weitere Informationen zum Projekt und der Sto-Stiftung unter: www.sto-stiftung.de und www.handwerkerschule.eu
Quelle: Sto-Stiftung / Delia Roscher

Sanierung in Tel Aviv
Projekt erfolgreich abgeschlossen Im Frühjahr haben deutsche Maler- und Stuckateur-Azubis in vier Teams zusammen mit israelischen Handwerkern und Studenten die denkmalgeschützte Fassade des Max-Liebling-Hauses in Tel Aviv restauriert. Unterstützt wurde ihre Arbeit von der gemeinnützigen Sto-Stiftung. Vor wenigen Wochen, am 19. September, ist das Gebäude nun offiziell seiner BestIMMung als deutsch-israelisches Architektur- und Denkmalschutzzentrum übergeben worden. Konrad Richter, Stiftungsrat Handwerk der Sto-Stiftung, freut sich über das gelungene Projekt: »Der erfolgreiche Workshop hat gezeigt, was über Ländergrenzen hinweg erreicht werden kann. Gemeinsam arbeiten, voneinander lernen, zusammen Freizeit gestalten, das ist unser Beitrag zu einer weltoffenen Gesellschaft.« Damit nicht genug: Ein Team bestehend aus zwei angehenden Berufsschullehrern und drei Schülern der Maler-Fachschule in Wuppertal plant im Frühjahr kommenden Jahres wieder in Tel Aviv zu sein. Zusammen mit drei israelischen Malern sollen im nächsten Schritt auch im Innenraum Wände, Decken, Türen und Fensterrahmen denkmalschutzgerecht saniert werden. Das Projekt hat einen sowohl kulturhistorisch als auch bautechnisch und interkulturell bedeutsamen Rahmen: 100 Jahre Bauhaus. Das jetzt sanierte Haus ist eines von rund 4.000 Wohngebäuden der Weißen Stadt, die nach 1933 von deutschen Architekten jüdischen Glaubens in Tel Aviv errichtet wurden. [tttgallery template="default"]
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Foto: manuta/Adobe Stock
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