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29. Januar 2024
Redaktion
Bodenbeschichtungen

Fugenlose Spachtelböden

Individuelle Böden kreieren zu können, ist den Herstellern von Bodenbeschichtungssystemen wichtig. Sie kommen dem mit verschiedenen Konzepten, beispielsweise in Form von Spachtelböden nach. Die Mappe informiert über aktuelle Bodenbeschichtungstrends sowie Kundenwünsche und stellt Systeme vor.
Foto: Frescolori
Der fugenlose Spachtelboden Frescolori Rolamor Floor in der Anwendung.

Eine verstärkte Nachfrage bei dekorativen Bodenbeschichtungen besteht neben der Neugestaltung von gewerblichen Objekten auch im gehobenen Wohnbereich, beispielsweise beim Umbau von Industriegebäuden zu Loftwohnungen. Die Bandbreite der Objekte lässt erkennen, dass bei der Gebrauchstauglichkeit und der Optik der Oberfläche fließende Übergänge möglich sind. An Produktbeispielen von Frescolori und Kiesel Bauchemie zeigen wir einige Gestaltungsbeispiele.

Frescolori – Spachtelböden mit breitem Einsatzspektrum

Foto: Frescolori
Widerstandsfähiger Spachtelboden Maranzo X.

Trends bei Materialien, Farbigkeit und Effekten: Fugenlose Böden werden immer beliebter. Auch ein Trend zu mineralischen Spachtelmassen ist deutlich erkennbar, da sie sich durch ihre natürlich-steinige Optik stark von Kunstharzbeschichtungen unterscheiden. Industrial Style (Industrie-Look), der sich durch stark geschliffene Oberflächen oder eine flächige Wolkigkeit auszeichnet ist momentan im Trend. Die meisten Böden sind weiterhin in grau oder beige Nuancen gewünscht, um eine zeit­lose Gestaltung zu erhalten.

Nachfrage und die Ansprüche der Kunden: Durch die steigende Popularität werden die Vorstellungen der Kunden immer präziser und das Verständnis für solch besondere Oberflächen immer größer. Wichtig ist dem Kunden eine handwerklich einwandfreie Ausführung und eine sorgenfreie Nutzbarkeit.

Foto: Frescolori
Philip Tenspolde, Anwendungstechniker bei Frescolori in Bocholt

„Einer der Hauptvorteile von fugenlosen Böden ist ihre Ästhetik. Durch das Fehlen von Fugen entsteht ein elegantes und modernes Aussehen, das jedem Raum ein Gefühl von Kontinuität und Großzügigkeit verleiht.“

Philip Tenspolde
Anwendungstechniker bei Frescolori in Bocholt

Produktempfehlung: Frescolori Rolamor Floor und Maranzo X sind derzeit die Produkte, die wir für fugenlose Spachtelböden empfehlen. Aufgrund ihrer optimalen Materialbeschaffenheit und Widerstandsfähigkeit eignen sie sich perfekt für den Einsatz im privaten Bereich bis hin zu stark frequentierten Geschäftsräumen.

www.frescolori.de

Kiesel Bauchemie – Spachtelböden als Unikat

Foto: Kiesel
Fugenloser Trendboden in Perfektion: ServoArt® CeFlo Go! in einem gewerblichen Umfeld.

Trends bei Materialien, Farbigkeit und Effekten: Fugenlose Böden liegen voll im Trend. Planer und Architekten wollen viel Fläche für die Gestaltung haben, Endnutzer setzen auf ein individuelles Design. Gerade bei Verarbeitern aus dem Malerhandwerk und dem Bodenlegergewerk treffen sie dabei einen Nerv, denn dort haben die Begriffe Fuge und Naht eine eher negative Konnotation, stehen sie doch für Herausforderungen im Zusammenhang mit Verschmutzungen, Hygiene und der dichten Verlegung von Bodenbelägen. Dekorative, selbstverlaufende Spachtelmassen auf zementärer Basis bieten hier die ideale Lösung, denn die Bedürfnisse der Auftraggeber werden erfüllt und die Handwerker arbeiten mit Materialien, deren Eigenschaften sie grundsätzlich kennen. Zudem sorgen derartige Spachtelmassen für eine ruhige Optik, die besondere Effekte durch eigene Verlaufsspuren ausprägt und so in sich homogen bleibt, ohne jedoch langweilig zu wirken. Bei der Farbigkeit ist ein klarer Wunsch nach Grautönen festzustellen, wodurch eine Beton- oder Loftoptik unterstützt wird.

Nachfrage und die Ansprüche der Kunden: Wir können klar sagen, dass es der Wunsch der Auftraggeber ist, einen einzigartig-individuellen Boden ihr Eigen zu nennen: Wer einen Spachtelboden einlegen lässt, möchte ein Unikat erhalten. Gleichzeitig muss der Boden allerdings auch robust und pflegeleicht sein. Für den Handwerker bedeutet das, dass er sehr akkurat arbeiten und sich jederzeit an die Herstellervorgaben halten muss. Malern und Bodenlegern sollte hier immer klar sein: Die Spachtelmasse ist in diesem Fall der Boden, es folgt kein Belag mehr, der sie verdeckt. Die Spachtelmasse wird von der Funktionsschicht zur Designschicht.

Foto: Kiesel
Friedrich Weber, Anwendungstechniker Fliese/Fußboden/Design bei Kiesel Bauchemie in Esslingen

„Die Spachtelmasse ist der fertige Bodenbelag – es kommt nichts mehr darauf!“

Friedrich Weber
Anwendungstechniker Fliese/Fußboden/Design bei Kiesel Bauchemie in Esslingen

Produktempfehlung: ServoArt® CeFlo Go! ist ein fugenloser Trendboden der neuesten Generation. Die dekorative Bodenspachtelmasse ist für den Innenbereich konzipiert und verleiht Büro-, Wohn-, Laden- oder Ausstellungsflächen mit mittlerer Schlag- und Stoßbeanspruchung einen frischen Look. Das hoch kunststoffvergütete Material ist gebrauchsfertig und wird bereits werksseitig eingefärbt. Erhältlich sind die zwei aktuellen Highlight-Farbtöne beton und zement. Das 1-komponentige Material kann in einem Arbeitsgang in einer Schichtdicke von bis zu zehn Millimetern aufgetragen werden. Die sehr guten Verlaufseigenschaften sorgen dafür, dass jede Bodenfläche zum Unikat wird. Die Richtung der Struktur wird vor Beginn der Arbeiten festgelegt.

www.kiesel.com

Fuhrpark reloaded
Die Marke StreetScooter wurde 2010 gegründet mit dem Fokus, Fahrzeuglösungen für die Deutsche Post zu entwickeln. Uwe Rupp ist einer der ersten Malermeister, die ein solches Fahrzeug einsetzen. [tttgallery] Das Thema Ökologie ist in der Firmenphilosophie von Malerfachbetrieb Rupp GmbH in Karlsbad bei Karlsruhe fest verankert. »Wir haben 20 Jahre Erfahrung mit ›Gesundem Wohnen‹«, informiert Malermeister Uwe Rupp auf seiner Homepage. Nach »Selbstversuchen« und daraus entstandenen positiven Wirkungen, begann er seine Erfahrungen in die Beratungsgespräche mit seinen Kunden einzubringen. Voller Begeisterung führte er die ersten Aufträge bei Privatkunden und für Denkmalämter aus. Diese Liebe zu Werkstoffen mit ökologischer Ausrichtung prägt bis heute das Unternehmen und er vermittelt diese Werte auch seinen Kunden. Er sagt auch »Wir sind ständig auf Inspirationssuche in allem, was uns umgibt.« Deshalb interessierte er sich früh für Möglichkeiten, seinen Betrieb mit elektrisch angetriebenen Fahrzeugen auszurüsten. Er hofft, dass sich die Elektromobilität durchsetzt, um der Dieseldiskussion ein Ende zu setzen. Wichtig ist ihm dabei der Einsatz von Ökostrom. Deshalb nutzte er vor wenigen Monaten eine der allerersten Möglichkeiten, das Modell WORK in der Ausführung »Box« vom jungen Fahrzeughersteller StreetScooter zu beziehen. Das Unternehmen wurde 2010 im Umfeld der RWTH Aachen mit dem Ziel gegründet, Elektromobilität bereits ab kleinen Stückzahlen wirtschaftlich attraktiv zu gestalten – und somit Ökonomie und Ökologie miteinander zu verknüpfen. Das erste Modell wurde nach 18 Monaten Entwicklungszeit präsentiert. In den ersten Jahren wurde ausschließlich die Deutsche Post beliefert. Seit 2014 gehört StreetScooter zur Deutsche Post DHL Group. Aktuell sind mehrere leichte Nutzfahrzeugmodelle verfügbar und das Unternehmen beliefert jetzt auch andere Gewerke wie das Handwerk. Das Modell WORK Box gibt es mit den Batteriekapazitäten 20 kWh und 40 kWh. Uwe Rupp hat die kleine Batterie in seinem Fahrzeug. [tttgallery template="content-slider"] Die ersten Erfahrungen Nach sechs Wochen Einsatzzeit schildert Uwe Rupp uns seine ersten Erfahrungen: »Die Eindrücke sind durchweg positiv. Das Fahren ist spannend und neu, es ist ein Dahingleiten und macht Spaß. Das Fahrzeug habe ich angeschafft, um Service- sowie Malerarbeiten bei unseren im Umkreis von maximal 40 Kilometern wohnenden Privatkunden auszuführen. Intensiv befasste ich mich mit dem Thema, als mich die Post zu einer Probefahrt eingeladen hat.« Der Anbieter sprach die Empfehlung aus, das Elektromobil zu leasen und nicht zu kaufen, da aufgrund der rasanten Entwicklung in diesem Segment nicht vorherzusehen sei, wie sich die Technologie entwickelt und wie sich der Wert des Fahrzeugs in drei Jahren darstellt. Uwe Rupp achtet inzwischen sehr genau darauf, wie lange die Wegstrecken hin zum Kunden sowie die Rückfahrten sind. Seine erster Praxistag mit Elektrofahrzeug: »Am ersten Tag bin ich mit 38 % Speicher noch schnell mal zu einem Termin und hatte Glück wieder ins Büro zu gelangen. Der Stromanzeiger hatte noch 2% Reststrom. Da kam ich doch ganz schön ins schwitzen.« Die ersten Wochen fuhr Uwe Rupp das Fahrzeug selbst. Danach gab es für die Mitarbeiter eine Einweisung mit Probefahrt. Heute wechselt es nach Bedarf, aber am liebsten fährt er es selbst. Der Laderaum erweist sich als praktisch und bequem zu beladen, hier komme die Erfahrung der Paketzusteller zugute. Ein Systemregal unterstützt den sicheren Materialtransport. Einen Dachträger für Leitern und ein Anhängerkupplung gibt es noch nicht. Dafür plant der Malermeister seine anderen Fahrzeuge ein. Sein erstes Fazit: »Für das Erscheinungsbild der Firma in der Wahrnehmung ist es ein enormer Imagegewinn.«    
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Foto: manuta/Adobe Stock
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