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Glanzverlust

Glanzverlust ist die Sammelbezeichnung für alle Glanzeinbußen von beschichteten Flächen, gleich, ob sie durch Zusammensetzung der Lackierung oder durch Einflüsse aus dem Untergrund oder von außen bedingt sind. Gängige Formulierungen für den Glanzverlust sind auch „blind werden“ und „matt werden“. In der Praxis spricht man auch vom Absterben oder Einfallen des Glanzes, von Trübung, Einschlagen, Wegsacken oder Wegschlagen. Völliger oder stellenweiser Glanzverlust kann außerdem durch die folgenden Einwirkungen aus Untergrund, Voranstrich oder Zusammensetzung des Schlussanstrichs bedingt sein:

  1. Ausmagerung der Anstrichschicht, wenn z. B. mehrere Alkydharzfarbenanstriche kurz hintereinander auf einen stark saugenden Untergrund appliziert wurden, in den Bindemittel weiter eindringen konnten (z. B. bei fehlerhafter Grundierung)
  2. Alkalität aus dem Untergrund, die ölhaltige Beschichtungen auch verseifen kann
  3. Überpigmentierung, auch als zu hohe Pigmentvolumenkonzentration (PVK) zu bezeichnen. Hier macht sich der Glanzverlust mitunter sofort oder nach wenigen Wochen der Bewitterung bemerkbar
  4. Zu starke Verdünnung bei Alkydharzlackfarben
  5. Anquellen der Grundbeschichtung durch die Schlussbeschichtung; dies bedingt eine unruhige Oberfläche, die das Licht diffuser zurückwirft

Außerdem führt die bei der Verwitterung des Anstrichs eintretende Ausbildung feinster Runzeln und Haarrisse zum Nachlassen des Glanzes.

Foto: manuta/Adobe Stock
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